KHARTUM: Ein Passagierflugzeug mit 102 Insassen ist im Sudan entführt worden.
Die Boeing 737 der Fluggesellschaft Sudan Air landete nach libyschen Angaben aufgrund von Treibstoffmangel auf einem Militärflughafen in der libyschen Oase Kufra. Die Maschine war in Nyala, der größten Stadt der sudanesischen Krisenregion Darfur, gestartet und sollte nach Khartum fliegen. Unter den Passagieren sollen sich drei Lokalpolitiker aus Darfur befinden. Der arabische Fernsehsender Al Dschasira berichtet, die zehn Entführer gehörten einer Splittergruppe der "Sudanesischen Befreiungsarmee" an. Die Rebellengruppe bestritt umgehend jede Beteiligung. In Darfur kämpfen seit 2003 Rebellengruppen gegen die sudanesische Armee und regierungsfreundliche arabische Reitermilizen.
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