Gewerkschaft Tote bei Eisenbahnunglck in Tschechien ...
Italien ratifiziert als 24.
Land EU-Reformvertrag ...
Nachrichten ... und Siemens einigen sich über Entschädigung für Werksschließung in Prag
32 Millionen Euro an Entschädigung hat der Siemens-Konzern den Beschäftigten in Aussicht gestellt, sollte das Verkehrstechnik-Wek in prag-Zličín im nächsten Jahr geschlossen werden. Dies teilte gestern Abend ein Siemens-Sprecher mit. Jeder Mitarbeiter soll eine Abfindung in der Höhe von 16 Monatsgehältern bekommen. Auch zu Weiterbildungsmaßnahmen will die Firma beitragen. Spezielle Maßnahmen sollen für kurz vor der Pensionierung stehende sowie Beschäftigte mit einem physischen Handicap getroffen werden. Die Metallarbeiter-Gewerkschaft zeigt sich mit der getroffenen Lösung zufrieden und will keine weiteren Protestmaßnahmen setzten.
Siemens hatte im Rahmen des gesamteuropäischen Sparprogramms angekündigt, das Prager Schienenfahrzeug-Werk verkaufen oder schließen zu wollen. Die Gewerkschaft hatte daraufhin Warnstreiks organisiert.
Prager Oberbürgermeister und Dorfbürgermeister tauschen ihre Ämter
Der Prager Oberbürgermeister Pavel Bém und sein Kollege Petr Gazdík aus dem ostmährischen Dorf Suchá Loz haben ihre Ämter getauscht. Bém führte am Wochenende die Geschäfte in der 1000-Einwohner-Gemeinde im Landkreis Zlín. Gestern reiste er gemeinsam mit Gazdík nach Prag. Dort führt der mährische Bürgermeister für zwei Tage die Amtsgeschäfte der Millionenstadt.
Petr Gazdík hatte im Vorjahr die Aufteilung der staatlichen Finanzmittel zwischen den großen Städten und den kleinen Landgemeinden kritisiert. Bém, der seiner Ansicht öffentlich widersprochen hatte, lud er dazu ein, für einige Tage sein Bürgermeisteramt zu übernehmen. Der Prager Oberbürgermeister solle sich so selbst ein Bild von den Problemen der kleinen Gemeinde machen.
Regierung berät über eine Änderung des Wahlgesetzes
Die tschechische Regierung berät auf ihrer Sitzung am Mittwoch über eine Änderung des Wahlgesetzes. Im Auftrag des Justizministeriums wurden von Experten sechs verschiedene Varianten zu einem neuen Wahlrecht ausgearbeitet. Eine rasche Einigung auf einen Entwurf gilt als unwahrscheinlich: Das Koalitionskabinett ist in der Frage der Wahlrechtsreform gespalten. Die Christdemokraten lehnen die Vorschläge des Ministeriums ab und legten eigene Entwürfe vor. Die Grünen favorisieren als kleine Partei andere Vorschläge als die Großpartei der Bürgerdemokraten (ODS). Der Chef der tschechischen Sozialdemokraten ČSSD, Jiří Paroubek spricht sich ebenfalls für eine Änderung des Wahlgesetzes aus. Es sei aber noch nicht klar, welchen der Reform-Vorschläge die ČSSD unterstützen werde, so Paroubek gestern vor Journalisten.
Polizei verstärkt am Wochenende Verkehrskontrollen
Mehr Polizisten als sonst sollen am kommenden Wochenende den Verkehr auf Tschechiens Straßen überwachen. Dies teilten gestern Vertreter des Polizeipräsidiums und der Verkehrspolizei mit. Am Sonntag gehen in Tschechien die Sommerferien zu Ende. Man werde vor allem die Hauptverkehrsrouten und die Einfallstraßen in die großen Städte verstärkt überwachen, so die Polizei. In den ersten Tagen des neuen Schuljahres sollen die Kontrollen rund um die Schulen intensiviert werden.
In den letzten Jahren gab es kurz vor Schulbeginn besonders viele Verkehrsunfälle. Im Vorjahr ereigneten sich am letzten Ferienwochenende rund 1200 Unfälle. 15 Menschen kamen dabei ums Leben.
MfD: Verkehrssünder können durch Schulung Löschung von Strafpunkten erlangen
Verkehrssünder können ab 1. September in speziellen Nachschulungskursen die Streichung von Strafpunkten aus ihrem Register erzielen. Dies sieht eine Novelle des Straßenverkehrsgesetzes vor. Falls sie den Kurs absolvieren, werden ihnen drei Punkte gestrichen. Darüber berichtet die tschechische Tageszeitung „Mladá fronta Dnes“ in ihrer gestrigen Ausgabe. Für den eintägigen Kurs, den man derzeit nur auf dem Autodrom im nordböhmischen Most / Brüx belegen kann, muss ein Teilnehmer 8300 Kronen (ca. 340 Euro) zahlen.
Verstärkte Überwachung der verpflichtenden KFZ-Überprüfungen
Die regelmäßig vorgeschriebene Überprüfung von Kraftfahrzeugen wird in Zukunft unter verstärkter Aufsicht des Verkehrsministeriums stattfinden. Die privaten „Stanice technické kontroly“ (STK), vergleichbar mit dem deutschen TÜV, werden online mit dem Ministerium verbunden. Die Beamten können so Details zu jedem Auto abfragen und die durchgeführten Arbeiten in Echtzeit verfolgen. Dies erleichtert gezielte und unangemeldete Kontrollen vor Ort. Geplant ist auch eine Überwachung durch Kameras. Dies sagte gestern ein Sprecher des Verkehrsministeriums im Radijournal des Tschechischen Rundfunks. In der Vergangenheit habe es immer wieder unvollständige Überprüfungen und Fälle von Bestechung gegeben, so der Ministeriums-Sprecher.
In Tschechien müssen Neuwagen erstmals nach vier Jahren zur technischen Überprüfung. Danach wird alle zwei Jahre eine weitere Kontrolle fällig.
Prager Polizei verhaftet Bande von Taschendieben
Eine Gruppe von sechs rumänischen Taschendieben wurde in der vergangenen Woche verhaftet. Dies gab die Prager Polizei bekannt. Auch ein 57jähriger Anwalt wurde angezeigt: Er soll den Dieben illegal Informationen beschafft haben, um sie vor der Strafverfolgung zu schützen.
Die Taschendiebe waren vor allem auf der Karlsbrücke, dem Altstädter Ring und in den öffentlichen Verkehrsmitteln aktiv. Bei einer Hausdurchsuchung fand die Polizei Diebesgut im Wert von mehreren zehntausend Kronen (einigen tausend Euro). Den Verdächtigen im Alter von 28 bis 37 Jahren drohen bis zu acht Jahren Haft.
Philharmonie Pilsen: Konzert zum 40. Jahrestag der Selbstverbrennung Jan Palachs
Zum vierzigsten Jahrestag der Selbstverbrennung Jan Palachs bereitet die Pilsener Philharmonie ein Gedenk-Konzert vor. Aufgeführt wird das Oratorium aus dem Stück „Johanna von Orléans auf dem Scheiterhaufen“ des schweizerischen Komponisten Arthur Honegger. Man habe das Stück gerade wegen seines Titels und des ähnlichen Schicksals von Johanna von Orléans und Jan Palach ausgewählt, so gestern der Leiter der Pilsener Philharmonie, Jiří Samek. An der aufwändigen Produktion arbeiten unter anderem ein 80-köpfiger gemischter Chor und ein 40-köpfiger Kinderchor mit. Premiere ist am 17. Jänner nächsten Jahres im Prager Rudolfinum.
Der 21-jährige Student Jan Palach hatte sich am 16. Jänner 1969 auf dem Prager Wenzelsplatz selbst verbrannt um gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings im August 1968 zu protestieren.
Ska-Band „Sto zvířat“ nimmt neues Album auf
Rund ein Jahr nach Erscheinen ihres letzten Albums nimmt die tschechische Ska-Band „Sto zvířat“ („Hundert Tiere“) eine neue CD auf. Vier Titel habe man bereits im Kasten. Weitere vier oder fünf Nummern werde man in den nächsten Tagen aufnehmen. Dies sagte Band-Mitglied Jan Kalina gegenüber der Nachrichtenagentur ČTK. Das neue Album werde Sex „im besten Sinne des Wortes“ zum Thema haben und damit fröhlicher ausfallen als das aktuelle, so Kalina. Die aktuelle CD trägt den Titel „Rozptýlení pro pozůstalé“ („Unterhaltung für die Hinterbliebenen“). Die Songs handeln vom Tod. „Sto zvířat“ bekam von der tschechischen Akademie der Populärmusik einen Engel in der Kategorie Ska und Reggae.
„Sto zvířat“ ging im Jahr 1990 aus der Rock´n´Roll-Band „Matěj Čech“ hervor. Bisher produzierte die Gruppe sieben CDs und eine DVD.
Das Wetter
Heute ist es in Tschechien überwiegend stark bewölkt. Die Sonne zeigt sich nur zwischendurch. Einzelne kurze Regenschauer sind nicht auszuschließen. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 20 bis 24 Grad Celsius. Es weht leichter Westwind mit bis zu 15 Kilometer pro Stunde.
(radio Prag)
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